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Disposition mit der Sage Office Line (Teil 1)

31.05.2016

Inventur
 
 

Mit der Sage Office Line erhalten Sie die perfekte Unterstützung in Ihren Einkaufsprozessen. Durch die Funktion der Bestelldisposition können Sie Ihre Bestellvorschläge auf einen Knopfdruck erstellen lassen. Im ersten Teil unseres ratGEBERs Disposition zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre täglichen Abläufe durch die Disposition mit der Office Line optimieren.

 
 

Grundlagen der Disposition mit der Sage Office Line

 
 

Was versteht man unter Disposition?

In der Sage Office Line steht Ihnen die Disposition in zwei Bereichen zur Verfügung:

  • Bestelldisposition – diese untergliedert sich in
    – Bestelldisposition
    – Fremdfertigungsbestelldisposition
  • Produktionsdisposition
 
 

Dieser erste Teil des ratGEBERs Disposition bezieht sich ausschließlich auf die Bestelldisposition.

 
 

Was versteht man unter Bestelldisposition?

In folgendem Schema sehen Sie den Ablauf der Disposition. Während dem Dispositionslauf werden die optimalen Mengen, sowie der Lieferant für den Bestellvorschlag ermittelt .

 
 
 
 

Wie können tägliche Abläufe durch die Bestelldisposition der Sage Office Line optimiert werden?

  • Immer aktuelle Stammdaten, da die Disposition nur einwandfrei funktioniert, wenn die Stammdaten kontinuierlich gepflegt werden
  • Manuelle Überwachung des Auftrags-/Lagerbestandes entfällt
  • Aufwändige Lieferantenauswahl wird überflüssig
 
 

Welche Bestände werden für die Disposition berücksichtigt?

  • Auftragsbestand
  • Lagerbestand
  • Meldebestand
  • Fertigungsbedarf
  • Bestellbestand
  • Bestellmenge
 
 

Abhängig von der Dispositionsmethode erfolgt eine unterschiedliche Berechnung der vorgeschlagenen Bestellmenge.

 
 

Was versteht man unter Bedarfsverursacher?

Mit Hilfe des Moduls „Erweiterte Lagerwirtschaft“ kann man in dem Bestellvorschlag nachvollziehen, wodurch der Bedarf verursacht wurde (z. B. Kundenauftrag, Produktionsauftrag).

 
 

Was ist ein Bedarfsdecker?

Durch das Zusatzmodul „Erweiterte Lagerwirtschaft“ ist es möglich, sich in den Belegen der „Bedarfsverursacher“ (z. B. Auftragsbestätigungen, Fertigungsaufträgen) zu informieren, welcher Bestellung (Bedarfsdecker) die entsprechende Position zugeordnet ist.

 
 

Welche Dispositionsmethoden stehen zur Verfügung?

 
 

Dispositionsmethode 0: Keine Disposition

Dispositionsmethode 10: Lagerbestand

Wenn Sie diese Methode auswählen, wird Ihnen die Differenz zwischen dem Meldebestand und Ihrem Lagerbestand als zu bestellende Menge, unter Berücksichtigung des Dispositionsfaktors, vorgeschlagen. Es wird immer mindestens die hinterlegte Bestellmenge im Bestellvorgang verwendet.

Dispositionsmethode 11: Auftragsmenge und Lagerbestand

Bei der Dispositionsmethode 11 werden Bestellvorschläge wie folgt ermittelt: Es werden Ihnen die Mengen vorgeschlagen, die notwendig sind, um folgende Posten zu decken:

 
 
  • Bestehende offene Verkaufsbelege
  • Materialbedarf aus Fertigungsaufträgen der Produktion
  • Meldebestand am Lager
 
 

(Berücksichtigung Dispositionsfaktor, mindestens hinterlegte Bestellmenge)

Dispositionsmethode 20: ungewichtete Vergangenheitswerte

Diese Methode müssen Sie auswählen, wenn Sie möchten, dass die Bedarfsmenge anhand des durchschnittlichen Monatsbedarfs auf Grundlage des Verbrauchs während der letzten Jahre errechnet wird. 

Die Berechnung erfolgt folgendermaßen:

 
 

Mindestbestand - Bestand - Bestellbestand + (Verbrauch der letzten 12 Monate) / 12 > 0

 
 
 
Info

HINWEIS: Die Methode „ungewichtige Vergangenheitswerte“ eignet sich für Artikel ohne oder mit kaum erkennbarem Trendverlauf.

 
 
 

Dispositionsmethode 21: linear gewichtete Vergangenheitswerte

Die Gewichtung des Verbrauchs der letzten 12 Monate berücksichtigt die jüngeren Werte in höherem Maß als die älteren. Der letzte Monat wird mit 12 gewichtet, der vorletzte mit 11 usw.:

Mindestbestand - Bestand - Bestellbestand + (gewichtetem Verbrauch) / 78 > 0

 
 
 
Info

HINWEIS: Diese Methode empfiehlt sich bei Artikeln, bei denen ein klarer Verbrauchstrend ersichtlich ist.

 
 
 

Dispositionsmethode 30: zeitpunktgesteuert mit fester Bestellmenge

Wenn Sie diese Dispositionsmethode verwenden möchten, müssen Sie hierfür zuerst die Kalendermonate im Artikel eintragen, in denen der Artikel zu bestellen ist. Als Bedarfsmenge wird die eingetragene Bestellmenge verwendet.

 
 
Hinweis

HINWEIS: Die Methode „zeitpunktgesteuert mit fester Bestellmenge“ empfehlen wir Ihnen nur dann, wenn Sie mit Saisonartikeln arbeiten, deren Bestellauslösung zu festen Zeitpunkten erfolgt.

 
 
 

Dispositionsmethode 31: zeitpunktgesteuert mit festem Lagerbestand

Diese Methode funktioniert fast genauso wie die Dispositionsmethode 30. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass hier auch die aktuellen Lagerbestände des Artikels berücksichtigt werden.

 
 

Wie wird der Lieferant für den Bestellvorschlag ausgewählt?

In folgendem Schema sehen Sie, wie die Office Line den Lieferanten für den Bestellvorschlag auswählt.

 
 

Anhand folgender Kriterien werden die Lieferanten auf Verwendbarkeit geprüft:

Handelt es sich bei dem Lieferanten, der rechtzeitig liefern kann um den Hauptlieferanten des Artikels, wird dieser auch als Lieferant verwendet.

 
 

Kann der Hauptlieferant nicht in vorgegebener Zeit liefern, wird der Lieferant folgendermaßen ermittelt:

  • Wurde zusätzlich das Häkchen bei „Preisgünstigen Lieferanten ermitteln“ gesetzt, wird der Lieferant mit den günstigsten Einkaufspreisen verwendet.
  • Wenn das Kennzeichen bei „Preisgünstigen Lieferanten ermitteln“ nicht gesetzt oder wenn es mehrere Lieferanten mit denselben günstigen Preisen existieren, wird der Lieferant mit der kleinsten Kreditorennummer verwendet.
  • Wenn es keinen Lieferanten gibt, der die Ware rechtzeitig liefern kann, erfolgt die Erstellung des Bestellvorschlags ohne Lieferant. Beachten Sie bitte, wenn Sie den Bestellvorschlag in eine Bestellung übernehmen möchten, muss die Zuweisung eines Lieferanten manuell erfolgen.
 
 

Weiterhin sollten Sie beachten, dass bei der Verwendung des Punktes „Auftragstermin einhalten“ die Möglichkeit entfällt, nach dem Hauptlieferanten einzuschränken. Auch im Zusammenhang mit der Funktion „Für den Stapel zusammenfassen“ im Feld „Positionen“ kann dieser Punkt nicht verwendet werden. 

Haben Sie beim Erstellen Ihres Bestellvorschlags das Häkchen weder bei „Auftragstermine einhalten“ noch bei „Preisgünstigen Lieferanten ermitteln“ gesetzt, wird grundsätzlich der Hauptlieferant in Ihre Bestellvorschläge eingefügt. Die verschiedenen Lieferanten können natürlich nur dann von dem System ermittelt werden, wenn diese auch entsprechend im Artikelstamm eingetragen wurden.

Welche Grundeinstellungen im Artikelstamm Sie in der Office Line vornehmen müssen, damit Ihre Einkaufsprozesse reibungslos funktionieren, lesen Sie im zweiten Teil des ratGEBERs Disposition.

 
 

Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen sind mit keiner Verpflichtung oder Garantie irgendwelcher Art verbunden. Abaco Soft übernimmt folglich keine Verantwortung und wird keine daraus folgende oder sonstige Haftung übernehmen, die auf irgend eine Art der Benutzung dieser Informationen oder Teilen davon entsteht.

 

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